Datenrettung von defekter SSD - Solid State Disk

Die Datenrettung nach einem Defekt einer SSD / Solid State Disk ist eine diffiziele Angelegenheit, denn im Gegensatz zu ferromagnetischen Festplatten verfügt eine SSD über keine mechanischen Teile was sie robuster und somit unanfälliger gegenüber Stoß- oder Erschütterungsschäden macht.

Dies verschafft einer Solid State Disk klare Vorteile im Vergleich zu einer auf konventioneller Ferromagnettechnik basierenden Festplatte. Und natürlich gewährleistet eine Solid-State Disk auch einen schnelleren Datenzugriff.

Grundsätzlich hat jedes Speichermedium seine individuellen Vor- und Nachteile. Bei einer SSD ist dies in der Regel der Speichercontroller der SSD. In Fällen in denen die Solid State Disk quasi über Nacht plötzlich nicht mehr erkannt wird, ist dies ein relativ deutliches Zeichen für einen Defekt am Controller der SSD. Diese Art von Defekt läßt sich mit einem Headcrash an einer konventionellen Festplatte vergleichen. Die Rettung und Reparatur einer SSD mit einem beschädigten Controller ist zeitaufwändig und wird von der Art des Speichercontrollers, sowie der Anzahl und Speichergröße der innerhalb der SSD eingesetzten NAND-Flash Speicherbausteine bestimmt.

Die Analysekosten für die Untersuchung von Solid-State-Disks:

 

Datenträger

Notfall-Service

( 1-2 Arbeitstage )

Standard-Service

( 6 Arbeitstage )

SSD / Solid State Disk € 180,-* € 108,-*

 

*Alle Preisangaben verstehen sich inkl. Mwst. Bei Beauftragung der Datenrekonstruktion entfallen die Analysebebühren.

 

Informationen zu den Preisen und Kosten bei der Datenwiederherstellung von SSD:

 

Die Preise und Kosten der Datenwiederherstellung einer SSD orientieren sich an der Speicherkapazität der Solid-State-Disk sowie an dem zu erbringendem Zeitaufwand um die Rettung durchführen zu können. Unser Analysebereich, welcher der Datenwiederherstellung vorausgeschaltet ist, ist somit gleichzeitig auch ein verbindlicher und exakter Kostenvoranschlag bezüglich der Kosten für die Rettung.

 

Physikalischer Defekt der SSD: min. 800,- € bis max. 1.800 € inkl. Mwst.

 

Logischer Defekt der SSD: min. 300,- bis 600,- € inkl. Mwst.

 

Verfahren und Vorgehensweise bei der Rettung von Solid-State-Disks / SSD

 

Neben einem Defekten Speicher-Controller gibt es noch zahlreiche weitere Ursachen, die sich für den Ausfall einer SSD verantwortlich zeichnen können. Neben den klassischen logischen Beschädigungen wie

 

  • Virenbefall, Malware, Trojaner
  • Versehentliches Löschen von Dateien, Ordnern oder kompletten Partitionen
  • Gescheiterte Partitionierung
  • Versehentliche Formatierung der SSD

 

gibt es jedoch auch Datenverluste an Solid-State-Disks die auf eine fehlerhafte Firmware zurückzuführen sind. Hierzu zählt zum Beispiel der "Intel 8 MB Fehler", bei dem eine Intel SSD nur noch eine max. Speicherkapazität von 8 MB zur Verfügung stellt.

KUERT entfernt in solchen Fällen, im Rahmen eines aufwändigen Verfahrens, die NAND-Speicherbausteine aus dem Inneren der Solid State Disk, ließt diese einzeln aus, errechnet die Datenzusammenhänge und fügt zum Schluß die ausgelesenen Dateninhalte eines jeden einzelnen NAND-Speicherbausteins wieder zusammen. Was auf den ersten Blick einfach und banal erscheint, ist in der Praxis mitunter von zahlreichen Herausforderungen geprägt, da nicht alle Solid-State-Discs mit einem defekten Controller auch wirklich rettbar sind.

 

Faktoren, die die Erfolgswahrscheinlichkeit hinsichtlich einer Reparatur der SSD entscheidend beeinflußen:

Der Erfolg einer SSD Reparatur und Rettung ist geprägt von der eingesetzten Hardware, bzw. den eingesetzten Controllertypen innerhalb des Solid State Laufwerks.

 

  • SSD-Controller ohne Hardware-Verschlüsselung, bzw. mit leichtem Verschlüsselungsalgorithmus : Grundsätzlich verschlüsselt jede SSD Daten, der für den Datenretter wichtig Punkt ist jedoch wie sie dies tun. Die meisten Controller, die vor allen Dingen in älteren SSDs zum Einsatz kamen verwendeten hierfür eine simple XOR-Verschlüsselung, welche einfach zu entschlüsseln und zu emulieren ist. Zu den bekanntesten rettbaren Controller Herstellern zählen JMicron, Samsung, Intel und viele weitere. Eingesetzt werden diese Controller u.a. in Laufwerken von Toshiba, Samsung, Kingston, Intel oder AData, Corsair, Verbatim usw.

 

  • SSD-Controller mit Hardware-Verschlüsselung: Die bekanntesten und leider nicht rettbaren Controller basieren auf Chipsätzen des Herstellers "Sandforce". Controller der Serien 12xx/15xx und 22xx. Solid State Laufwerke mit Sandforce Chipsätzen wurden zwischen 2010 und 2012 sehr zahlreich verkauft und wurden unter anderem durch OCZ-Technologiy in den bekannten Vertex 2 und der Vertex 3 Laufwerken sowie der Agility-Serie von OCZ-Technology eingesetzt. Zudem auch noch in einigen Produktserien der Hersteller Corsair, ADATA oder Supertalent und anderen. Auch seitens Intel sind Sandforce-Chipsätze verbaut worden, so z.b. in der Intel 520, was jedoch bei den durch Intel verwendeten Controllern modellübergreifend eher eine Ausnahme darstellt.

Controller mit Hardware-Verschlüsselung chiffrieren Daten in Echtzeit, während diese in den NAND-Flash-Speicher geschrieben werden. Die spezielle Problematik bei Sandforce-Controllern beruht darauf, dass die Daten hierbei auf zwei unterschiedlichen Kanälen, per AES-128 und AES-256 Verschlüsselung abgelegt werden. Die seitens des Herstellers Sandforce eingesetzten Schlüssel sind hierbei von Modell zu Model jeweils einzigartig und nicht emulierbar.

Zu den weiteren Beschädigungen bei SSDs zählen:

 

  • Firmware-Probleme (Beschädigungen / Fehler)
  • Wear-Levelling, defekte Speicherbereiche, bzw. als defekt gekennzeichnete Speicherbereiche
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Datenrettung ist ein komplizierter und beratungsintensiver Prozess. Wir beraten Sie gerne telefonisch unter Tel. 0043 - 1 317 69 40.
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